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Zahntechniker /-in

Angehende Zahntechniker wie Konstanze Pieter arbeiten in Zahnarztpraxen und Labors, aber auch in großen Kliniken

Zahntechniker brauchen ruhige Hände» von Pauline Sickmann vom 19. Juni 2017: Jeder Zahnersatz, den Konstanze Pieter bei ihrer Ausbildung zur Zahntechnikerin herstellt, muss perfekt passen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Lachen, sprechen, kauen: Das geht nur mit einem gesunden Gebiss. Wer keine perfekten Zähne hat, dem hilft ein Zahntechniker. Er fertigt den passenden Zahnersatz für jeden Patienten an. „In meiner Familie gibt es sowohl Ärzte als auch Handwerker, und ich fand beides toll“, erzählt Konstanze Pieter. „Zahntechnik ist die Schnittstelle zwischen beiden Berufen.“ Die 20-Jährige macht eine Ausbildung zur Zahntechnikerin und ist im zweiten Ausbildungsjahr. Als angehende Zahntechnikerin arbeitet sie dem Zahnarzt zu: Aus dem Zahnabdruck, den der von seinem Patienten nimmt, gießt sie zunächst ein Gips-Modell und fertigt auf dieser Basis passgenauen Zahnersatz. Echte Handarbeit, bei der es manchmal ganz schön laut und staubig zugeht.

Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Schulfächern sind gefragt

Konstanze Pieter hat vor Beginn ihrer Ausbildung das Abitur gemacht. Ein bestimmer Schulabschluss ist eigentlich keine Voraussetzung für die Ausbildung. Laut Bundesagentur für Arbeit stellen die meisten zahntechnischen Labors in der Praxis trotzdem überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss oder Abitur ein. Vor allem Kenntnisse in den naturwissenschaftlichen Schulfächern Mathe, Chemie und Physik seien wichtig, erklärt Gerrit Ehlert. Er ist Zahntechnikermeister und bildet Kostanze Pieter aus. Bei Bewerbungen schaut er aber auch auf die Kunstnote: Kreativität und gestalterische Fähigkeiten seien in dem Beruf ebenso nötig. „Jeder Zahnersatz ist ein Unikat, hergestellt für den jeweiligen Patienten“, erklärt Heinrich Wenzel vom Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen. Wer sich für die Ausbildung zum Zahntechniker entscheidet, wählt einen anspruchsvollen Beruf. „Man muss zu jeder Zeit sehr konzentriert sein und außerordentlich sorgfältig arbeiten“, sagt Konstanze Pieter.

Sehr gute Zukunftschancen

Zahntechniker absolvieren eine duale Ausbildung im Betrieb und in der Schule. In der Schule stehen Fächer wie Anatomie, Werkstoffkunde und Chemie auf dem Stundenplan, im Betrieb können die Auszubildenden das Gelernte dann anwenden. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und endet mit der Gesellenprüfung, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Nach der Ausbildung können Zahntechniker in zahntechnischen Labors, Labors von Zahnarztpraxen oder in Zahnkliniken arbeiten und sich stetig fortbilden. Wer in Zukunft sein eigener Chef sein oder junge Menschen ausbilden möchte, kann außerdem einen Meister machen. Auch ein Studium der Zahnmedizin oder Dentaltechnologie ist möglich. Zahntechniker haben sehr gute Zukunftschancen, erklärt Heinrich Wenzel. Das Handwerk leide unter dem Fachkräftemangel: „Zurzeit haben wir mehr freie Ausbildungsplätze als Bewerber. ben!“

Autor: Pauline Sickmann (cc)