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Radiologieassistenten

Zur richtigen Zeit die richtigen Knöpfe drücken

Mithilfe von Strahlung durchleuchten Radiologieassisten die Körper ihrer Patienten und erstellen zwei- oder dreidimensionale Aufnahmen vom Körperinneren. Quelle: panthermedia_SimpleFoto

Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA) machen Bilder von dem, was sonst niemand sieht. Mithilfe von Strahlung durchleuchten sie die Körper ihrer Patienten und erstellen zwei- oder dreidimensionale Aufnahmen vom Körperinneren. Nina Uhlich versteht sich als Vermittlerin zwischen Arzt und Patient. „Man erstellt zwar Bilder von dem, was die Ärzte sehen wollen, aber man kann auch selbst entscheiden und Vorschläge machen“, erklärt die Auszubildende.

Zur richtigen Zeit die richtigen Knöpfe drücken

MTRA arbeiten im Röntgen, in der Strahlentherapie oder in der Nuklearmedizin. Sie müssen zur richtigen Zeit die richtigen Knöpfe drücken – doch nicht nur das. Sie bereiten den Patienten auch auf die Untersuchung oder Behandlung vor und bringen ihn in die richtige Position, damit die Strahlung die betroffene Stelle erreicht. So behandeln sie Krebserkrankungen oder diagnostizieren Krankheiten, Frakturen und Fehlfunktionen Uhlich hat ihre Ausbildung zur medizinisch-technischen Radiologieassistentin an der staatlichen Akademie der Gesundheit Berlin-Brandenburg fast abgeschlossen. Ihre Praktika, insgesamt rund ein Jahr, hat sie fast ausschließlich in der Berliner Charité absolviert. Dort startet sie im Herbst auch in ihre erste Festanstellung. So schnell eine Anstellung zu finden, ist für medizinisch-technische Radiologieassistenten nicht ungewöhnlich. In Krankenhäusern und Praxen seien sie unersetzbar, sagt Martin Alfrink von der IB Hochschule aus Coburg – eine der wenigen Schulen in Deutschland, die mit dem Bachelor-Studiengang Medizinische Radiologie-Technologie mehr als eine Ausbildung anbieten. „Die Jobsuche nach der Ausbildung fällt relativ leicht, auch wegen der unattraktiven Ausbildungssituation“, sagt Alfrink.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Mit einer Vergütung können Auszubildende nämlich in der Regel nicht rechnen, obwohl sie drei Jahre lang abwechselnd die Schulbank drücken und in Krankenhäusern oder Praxen arbeiten. Für die Ausbildung an privaten Berufsfachschulen fallen stattdessen Schulgebühren an. An staatliche Berufsfachschulen zahlen angehende MTRA immerhin nur für die nötigen Unterrichtsmaterialien und Gebühren für die Prüfung. Nina Uhlich konnte während der Ausbildung zum Glück bei ihrer Familie wohnen. Einige ihrer Mitschüler bekommen Bafög, andere jobben nebenher. Ich möchte jetzt erst mal arbeiten und Erfahrung sammeln“, sagt Uhlich mit Blick auf die Zukunft. „Darum habe ich mich für ein großes Krankenhaus entschieden.“ Sie könnte auch in einer Arztpraxis arbeiten, in der Forschung, beim Landesamt für Gesundheit oder als Lehrerin an einer der Berufsschulen. Die tarifliche Bruttogrundvergütung im Tarifbereich öffentlicher Dienst liegt je nach Bundesland zwischen 2896 bis 3204 Euro im Monat.

Autor: Sarah Thust (cc)