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Pflanzentechnologe /-in

Proben nehmen und Saatgut analysieren: Die Laborarbeit ist ein wichtiger Bestandteil bei der Ausbildung als Pflanzentechnologe /-in

Foto: Peter Steffen/dpa-tmn

Mit einem kleinen Beet hat alles angefangen. Kartoffeln, Tomaten und Salat pflanzte Lena Gaczensky als Kind im Garten ihrer Eltern. Ihr Interesse für die Biologie nahm hier seinen Anfang, berichtet sie. „Mein Opa war Landwirt. Deshalb habe ich einen guten Einblick in das Landwirtschaftliche“, sagt die heute 17-Jährige. Seit zwei Jahren absolviert sie eine Ausbildung zur Pflanzentechnologin am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben in Sachsen-Anhalt. Das IPK lernte sie schon während ihrer Schulzeit kennen. „In der 7. und der 9. Klasse machte ich dort ein Praktikum“, sagt sie. Damals lernte sie die Grundlagen der Arbeit mit Saatgut kennen.

Züchten und Beobachten von Pflanzen

Bei einer Berufsberatung bei der Arbeitsagentur erfuhr Lena anschließend von dem noch neuen Ausbildungsberuf der Pflanzentechnologin. „Ich hatte zuvor überlegt, Biologielaborantin zu werden, doch nur im Labor wollte ich nicht arbeiten.“ Die Vielseitigkeit des Berufs der Pflanzentechnologin überzeugte sie: „Ich arbeite auf dem Feld, dort säe ich aus, beobachte das Wachstum der Pflanzen, ernte.“ Andere Aufgaben führen sie in eines der vielen Gewächshäuser. Auch hier dreht sich alles um das Züchten und Beobachten von Pflanzen, meist von Getreidepflanzen sowie vielen anderen Kulturarten. Schließlich ist da noch die Laborarbeit. Zum Beispiel überprüft Lena im sogenannten Keimlabor, ob das Saatgut auch nach Jahren eingesetzt werden könnte. Anspruchsvolle Aufgaben wie das Aussäen von Saatgut mit einer hochmodernen Drillmaschine gehören mittlerweile ebenfalls zu ihrer Tätigkeit.

Wechsel zwischen der arbeit drinnen und draußen

Kern des Berufs sei ein großes Interesse für Pflanzen, sagt sie. Das müssten Bewerber mitbringen. Außerdem sollten sie gern auf dem Feld arbeiten, zupacken können und gleichzeitig Interesse an Laborarbeit haben. Der Wechsel zwischen drinnen und draußen, körperlicher und geistiger Arbeit macht ihr besonders Spaß. Lena sieht ihre Zukunft in diesem Beruf. Nach der Ausbildung will sie ihren Meister machen. Inspiriert durch ihre Arbeit verfolgt Lena nun den Traum, einen eigenen Beitrag zur Entwicklung neuer Arten zu leisten. „Wenn wir eine Getreideart finden, die kaum Wasser braucht, helfen wir den Menschen dort, wo wenig Wasser ist“, erklärt sie. Die Vergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und liegt laut der Online-Plattform Berufenet der Agentur für Arbeit je nach Ausbildungsjahr in der Land- und Forstwirtschaft zwischen 520 und 730 Euro brutto pro Monat und im öffentlichen Dienst bei bei circa 902 bis 1006 Euro brutto.

Autor: BMBF