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Luftverkehrskaufmann /-frau

Gute Jobaussichten: Der Luftverkehr ist eine globale Wachstumsbranche

Für die Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann sollten wie in allen kaufmännischen Berufen Interesse an Zahlen und Betriebswirtschaft bestehen. Quelle: panthermedia_ArturVerkhov

Bevor ein Flugzeug abhebt, hat ein ganzer Tross von Luftverkehrskaufleuten schon jede Menge Arbeit geleistet. Sie haben Strecken- und Wetterunterlagen zusammengestellt, Frachtraum verkauft, Zollformalitäten geklärt und Passagiere bei ihrer Ankunft am Flughafen beraten. „Das Beste an dem Job ist seine Vielseitigkeit“, sagt Fabian Preuschoff. Der 23-Jährige hat seine Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann bei Air Berlin absolviert. Die Jobaussichten sind gut: „Der Luftverkehr ist eine globale Wachstumsbranche“, sagt Nicole von Stockert vom Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW).

Gut ausgebildetes Personal ist gefragt

2016 verzeichneten die deutschen Flughäfen im Passagierbereich und bei der Fracht einen Zuwachs von drei Prozent. Damit rund ums Fliegen alles klappt, ist gut ausgebildetes Personal gefragt. Bewerber für die Ausbildung zum Luftverkehrskaufmann sollten wie in allen kaufmännischen Berufen Interesse an Zahlen und Betriebswirtschaft mitbringen. So müssen sie etwa Ticket-Preise kalkulieren und Frachtkapazitäten berechnen. Das A und O ist aber ein verbindliches und entgegenkommendes Auftreten, vor allem im Kontakt mit den Kunden. Formal ist für Bewerber keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, die meisten haben aber Abitur. Luftverkehrskaufleute durchlaufen eine dreijährige Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule. Seit dem 1. August 2017 gilt dabei eine neue Ausbildungsordnung. Künftig wird zum Beispiel noch stärker als bisher auf gute Englischkenntnisse und Sicherheitsaspekte geachtet, erklärt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Vielfältige Stationen und jede Menge Abwechslung

Die jungen Leute durchlaufen in der Ausbildung alle Bereiche rund um den Flughafenbetrieb. Sie kümmern sich zum Beispiel auch um Personal und Finanzen. Und im Bereich Luftfracht haben die Fachleute viel mit Speditionsunternehmen zu tun: Mit ihnen stimmen sie ab, wann Sendungen angeliefert oder abgeholt werden. Hinzu kommt das Slot-Management: die Koordination von täglich mehreren 1000 Flügen im Luftraum Europas. Dabei werden die Slots oder Zeitfenster im Kontrollcenter der Fluglinie mit der europäischen Flugsicherung in Brüssel abgestimmt. Wer sich für den Beruf interessiert, muss sich auf Schichtdienst und Wochenendarbeit einstellen, hat dafür aber einen überaus vielseitigen Job. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist unterschiedlich und hängt vom Arbeitgeber ab. „In der Regel können Azubis mit einem monatlichen Bruttoverdienst zwischen rund 800 und 1000 Euro je nach Ausbildungsjahr rechnen“, sagt Nicole von Stockert. Bei Interesse können Luftverkehrskaufleute sich weiterbilden, etwa zum Fachwirt für Personenverkehr und Mobilität oder auch mit einem Studium im Bereich Luftverkehrsmanagement.

Autor: Sabine Meuter (cc)