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Kaufleute für Dialogmarketing

Bewerber müssen kommunikationsstark sein

Der Kontakt mit den Kunden läuft aber nicht nur übers Telefon. Auch über Facebook oder über Whatsapp wird oft mit dem Kunden kommuniziert. Quelle: panthermedia_Khakimullin

Nadine Brzenk hat immer gute Laune. Beruflich zumindest. „Hallo, was darf ich für Sie tun?“, fragt die 20-Jährige am Telefon ihre Gesprächspartner – und das unzählige Male am Tag. Brzenk absolviert eine Ausbildung zur Kauffrau für Dialogmarketing bei einem Callcenter. Mal ist Brzenk die Stimme an der Bestellhotline eines Online-Buchhändlers, mal nimmt sie Kundenwünsche an einen Paketdienst entgegen. „Alltagstrott kommt so eigentlich nie auf“, erzählt Brzenk.

Kontakt auf allen Kanälen

Der Kontakt mit den Kunden läuft aber nicht nur übers Telefon. „Auch über Facebook oder über Whatsapp wird oft mit dem Kunden kommuniziert“, erklärt Benjamin Barnack vom Call Center Verband Deutschland (CCV). Auch per Chat oder E-Mail sprechen die Fachleute mit Kunden – und manchmal auch ganz klassisch per Brief oder Fax. So informieren sie im Auftrag von Unternehmen über Produkte, vereinbaren Termine und erkundigen sich nach der Zufriedenheit eines Kunden. Oft haben sie deshalb mit Menschen zu tun, die wütend sind. „Das darf man aber nie persönlich nehmen“, sagt Brzenk. Um diese Aufgaben meistern zu können, durchlaufen angehende Kaufleute für Dialogmarketing eine dreijährige Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Basis ist die zweijährige Ausbildung zur Servicekraft für Dialogmarketing, im zusätzlichen dritten Jahr kommen weitere Qualifikationen hinzu. „Die Auszubildenden lernen dann zum Beispiel, wie ein Angebot für ein Unternehmen kalkuliert wird und was bei der Personalplanung alles beachtet werden muss“, erläutert Simon Grupe vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Auch erfahren die Azubis, wie sie Kampagnen und Projekte planen und organisieren.

Ausbildung mit mittlerer Reife möglich

Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht erforderlich. „Die meisten Bewerber haben die mittlere Reife, einige auch die Hochschulreife“, erklärt Barnack. Wichtiger als der Schulabschluss sind die persönlichen Voraussetzungen: Bewerber müssen kommunikationsstark sein und sich mündlich wie schriftlich höflich und korrekt ausdrücken. Bei Arbeitgebern gern gesehen sind gute Englischkenntnisse. Kaufleute für Dialogmarketing müssen außerdem bereit sein, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen. „Denn jeder einzelne Kundenkontakt ist wichtig“, so Brzenk. Die entsprechenden Gesprächstechniken erlernen die Azubis in der Berufsschule. Nach der Ausbildung können die Fachkräfte in einem Callcenter oder im Kundenservice von Unternehmen aus Industrie und Handel arbeiten. Zudem sind sie im öffentlichen Dienst beschäftigt. „Das Einstiegsgehalt beträgt je nach Arbeitgeber zwischen 2000 und 3000 Euro brutto“, so Barnack.

Autor: Sabine Meuter (cc)