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Industriemechaniker/-in

Fehlersuche, Reparatur und Wartung

Industriemechaniker sorgen dafür, dass die Fertigungsstraßen der Automobilindustrie reibungslos funktionieren.. Foto: PantherMedia

Industriemechaniker/innen stellen Geräteteile und Baugruppen für Maschinen und Produktionsanlagen her, richten sie ein oder bauen sie um. Sie überwachen und optimieren Fertigungsprozesse und übernehmen Reparatur- und Wartungsaufgaben.

Allrounder in Industriebetrieben

Sie sorgen mit dafür, dass die Fertigungsstraßen der Automobilindustrie reibungslos funktionieren oder dass CNC -Maschinen Bohr-, Fräs - und Dreh vorgänge an einem Werkstück zuverlässig in einem Arbeitsgang erledigen. Ein Schaden am Getriebe einer Drehmaschine führt zum Produktionsstillstand? Industriemechaniker/innen sorgen für die Demontage des defekten Zahnrades, beschaffen das richtige Ersatzteil oder fertigen es selbst an. Sie bauen es ein, prüfen die Funktionen und stellen so sicher, dass die Ausfallzeit eines Gerätes oder ganzer technischer Systeme so gering wie möglich bleibt. Sie bedienen die Maschinen auch selbst oder rüsten sie beim Wechsel von Produktionsgängen um. Zudem richten sie Arbeitsplätze ein und passen Maschinen zur besseren Handhabung an spezifische ergonomische Erfordernisse an. Im betrieblichen Einsatzgebiet Feinwerktechnik montieren oder warten sie z.B. Verkaufs- und Fahrkartenautomaten.

Fehlersuche, Reparatur und Wartung

Wenn eine Fräsmaschine repariert oder umgebaut werden soll, überprüfen Industriemechaniker/innen die vom Kunden gelieferten Daten und Anweisungen auf Vollständigkeit. Eventuell holen sie noch zusätzliche Informationen ein, um Fehlerursachen leichter aufzuspüren. In einer Projekt- und Aufgabenbeschreibung halten sie fest, was genau bei einem Arbeitsauftrag zu tun ist. Sie werten - zum Teil auch englischsprachige - technische Unterlagen aus und fertigen Montage- und Demontagepläne an. Sie wählen die Werkstoffe, Maschinen, Werkzeuge und Prüfmittel aus und berücksichtigen dabei sicherheitstechnische und terminliche Vorgaben, Werkzeug- und Maschinenkosten sowie den Materialverbrauch. Die Arbeitsschritte planen Industriemechaniker/innen zusammen mit Kollegen und Kolleginnen - etwa aus dem Bereich Elektrotechnik und Mechatronik . Jetzt können die Prüfarbeiten beginnen. Dabei ist analytisches und logisches Denken ebenso gefragt wie Ausdauer. Sind Lager oder Führungen der Maschine schadhaft? Haben rotierende Teile eine Unwucht? Müssen Kugellager ausgetauscht werden? Im Anschluss an die Diagnose erstellen Industriemechaniker/innen Prüfprotokolle und bewerten die Prüfergebnisse.

Optimale Prozessabläufe

Bevor sie den Fehler beheben, planen sie auch hier die einzelnen Arbeitsschritte und wählen die geeigneten Werkzeuge, Maschinen, Werkstoffe und Hilfsmittel aus. Sie stellen Maschinenwerte neu ein, demontieren Baugruppen oder Einzelteile und reparieren sie, geben die Herstellung von Ersatzteilen in Auftrag oder fertigen sie selbst an. Nach Beendigung der Reparatur- und Prüfarbeiten schreiben sie ein Abnahmeprotokoll und übergeben die Maschine dem Kunden. Diesen weisen sie auf auftragsspezifische Besonderheiten und auf Sicherheitsvorschriften hin. Sie entsorgen Schmierstoffe, Metallspäne und andere Abfallprodukte nach Maßgabe des betrieblichen Umweltschutzes. Darüber hinaus optimieren Industriemechaniker/innen maschinelle Bearbeitungsprozesse und kontrollieren sie. Damit die Arbeitsprozesse so reibungslos funktionieren wie ihre Maschinen, arbeiten sie mit vor- und nachgelagerten Bereichen im Betrieb zusammen, berücksichtigen Qualitätsvorgaben und wirken so an der Einhaltung von Qualitätsstandards und an der kontinuierlichen Verbesserung von Prozessabläufen, der Fertigungsqualität und der Arbeitssicherheit mit.

Autor: berufenet.arbeitsagentur.de