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Gestalter /-in für visuelles Marketing

Kreativität und handwerkliches Geschick sind wichtige Voraussetzungen in der Lehre zum Gestalter für visuelles Marketing.

Die Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing dauert drei Jahre. Amado Lavos absolviert sie bei Galeria Kaufhof in Neuss. Foto: Judith Michaelis/dpa

Marketing gibt es nicht nur im Fernsehen oder im Internet, sondern auch in Geschäften. Denn die Ware muss verkaufsfördernd präsentiert werden. Dafür sorgt zum Beispiel Amado Lavos. Sie plant Dekorationen, fertigt sie in der Werkstatt an und platziert sie im Laden. Lavos ist 20 Jahre alt und macht eine Ausbildung als Gestalter für visuelles Marketing bei einer großen Kaufhauskette. Lavos hatte schon immer ein Faible für Dekorieren, über ein Praktikum wurde sie auf die Ausbildung aufmerksam. Inzwischen ist sie im zweiten Ausbildungsjahr und begeistert von der Vielfalt in ihrem Beruf. „Man macht jeden Tag etwas anderes und sitzt nicht nur im Büro“, sagt die 20-Jährige.

Kreativität und handwerkliches Geschick

Denn Gestalter für visuelles Marketing arbeiten vor allem praktisch. Dazu zählen die Entwicklung und Umsetzung von Gestaltungskonzepten, vor allem aber die Präsentation und Dekoration der Waren – zum Beispiel im Einzelhandel. Der Beruf ist deshalb vor allem etwas für Menschen mit viel Kreativität und handwerklichem Geschick. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre. Lavos lernt dabei verschiedene Bereiche im Betriebsablauf der Filiale kennen. Neben der Arbeit besucht sie die Berufsschule – je nach Ausbildungsabschnitt ein- oder zweimal in der Woche. Dort lernen die Auszubildenden die theoretischen Grundlagen für den Beruf: Sie schreiben Konzepte oder zeichnen Entwürfe. Die Ausbildung ist sehr beliebt – besonders bei Frauen. Fast 90 Prozent der Auszubildenden sind weiblich, erklärt Paul Ebsen von der Bundesagentur für Arbeit (BA). Lavos‘ Arbeitszeiten orientieren sich an den Öffnungszeiten der Filiale und sind deshalb eher starr. In der Regel arbeitet sie zwischen 8.30 und 17.30 Uhr – auch Samstage gehören dazu. Den ganzen Tag ist sie in der Filiale unterwegs.

Abwechslungsreicher Arbeitsalltag

Zum Arbeitsalltag gehören neben der praktischen Arbeit auch Besprechungen und etwas Planung im Büro. „Für den Beruf sollte man deshalb auch kommunikativ und teamfähig sein“, sagt Lavos. Sie und ihre drei Kollegen sind nur für die Filiale vor Ort zuständig – bei großen Events oder Dekorationsideen gibt es aber Rücksprachen mit anderen Filialen. Lavos arbeitet mit verschiedenen Stoffen, beklebt Schilder oder baut kleine Modelle aus Holz. Sie ist froh, dass ihre Ausbildung so kreativ und abwechslungsreich ist. „Nur das Putzen ist nicht so gut, gehört aber auch dazu“, sagt sie. Gestalter für visuelles Marketing können im Einzelhandel, aber auch bei Messegesellschaften oder Dekorationsfirmen arbeiten. Wer seine Jobaussichten verbessern will, kann zum Beispiel eine Fortbildung zum Fachwirt Public Relations oder Visual Merchandising oder ein Studium im Bereich Design oder Innenarchitektur machen.  

Autor: Julian Hilgers (cc)