Jobdate - deine Ausbildungsbörse

Fachangestellte/-r für Markt- und Sozialforschung

Märkte analysieren, Zielgruppen definieren und Trends ermitteln

Um in der Marktforschung zu arbeiten, braucht es nicht unbedingt ein Psychologie- oder Wirtschaftsstudium. Eine andere Option ist die Ausbildung zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung. Foto: panthermedia_Khakimullin

Was denken Kunden über ein neues Produkt? Das würden viele Firmen gerne vor der Markteinführung wissen. Hier kommen Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung ins Spiel. Sie bekommen heraus, wie die Stimmung bei den Kunden ist. Märkte analysieren, Zielgruppen definieren und Trends ermitteln: Um in der Marktforschung zu arbeiten, braucht es nicht unbedingt ein Psychologie- oder Wirtschaftsstudium. Eine andere Option ist die Ausbildung zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS).

Duale Ausbildung

Die Fachkräfte arbeiten zum Beispiel für Firmen, um mehr über das Kaufverhalten der Kunden herauszufinden. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Sie kann aber auch auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Zwei Tage wöchentlich lernen die Auszubildenden in der Schule, den Rest der Arbeitswoche geht es dann ins Unternehmen. Ausbildungsbetriebe seien meist Marktforschungsinstitute, sagt Jörg Maas vom Joseph-DuMont-Berufskolleg Köln. In der Ausbildung werden Märkte und Zielgruppen untersucht. Auch die Trendforschung sei ein wichtiges Aufgabengebiet, sagt Maas. Konkret läuft es so ab: Zunächst wird für einen Auftrag ein Fragebogen entwickelt. Anschließend wird die Befragung organisiert, die Feldarbeit durchgeführt und der so erhobene Datensatz ausgewertet. Insgesamt sei das Aufgabenspektrum sehr weit gefasst.

Menschen und Trends

Wer sich für eine Ausbildung als Fachangestellter für Markt- und Sozialforschung entscheidet, sollte vor allem gegenüber neuen Dingen aufgeschlossen sein. „Neugierde ist das Wichtigste. Man muss sich für Menschen und Trends begeistern können. Außerdem auch für Produkte, die einen sonst nicht so interessieren“, sagt Leoni Bock. Sie absolviert die dreijährige Ausbildung in Köln. Deutsch und Mathe sind ebenfalls wichtig. „Zum einen werden die Ergebnisse zu Papier gebracht. Zum anderen hilft ein mathematisches Verständnis bei der Auswertung und bei den kaufmännischen Aufgaben“, sagt Maas. Paul Ebsen, Pressereferent von der Bundesagentur für Arbeit, ergänzt: „Deutsch braucht man, um Verbraucherumfragen am Telefon abzuwickeln und Rechercheergebnisse aufzubereiten.“ Ebenfalls gefragt sind gute Fremdsprachenkenntnisse. „Um internationale Marktstudien verstehen und sich in weltweit agierenden Unternehmen verständlich machen zu können, sind bereits in der Ausbildung Fremdsprachen, wie Englisch, unabdingbar“, erklärt Ebsen. Grundsätzlich werde ab einem Hauptschulabschluss ausgebildet, meistens haben die Bewerber aber Fachabitur oder das allgemeine Abitur. „88 Prozent der zukünftigen Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung von 2014 verfügten über die Hochschulreife, zehn Prozent über einen mittleren Bildungsabschluss“, erklärt Ebsen.

Autor: Benedikt Frank (cc)