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Kaufleute für Büromanagement

Mehr als ein klassicher Bürojob

Den Lehrberuf Büromanager gibt es erst seit drei Jahren – als Nachfolger der altgedienten Berufe Bürokaufmann, Kaufmann für Bürokommunikation und Fachangestellter für Bürokommunikation. Quelle: Picture Alliance

Für eine Dienstreise des Managements muss ein Hotel reserviert werden. Gleichzeitig erkundigt sich ein wichtiger Kunde per E-Mail zu den Rahmendaten eines Vertrags. Und dann muss noch die Abteilungsleiterkonferenz bis zum Nachmittag vorbereitet werden – zum Glück gibt es für solche Aufgaben ausgewiesene Spezialisten: Kaufleute für Büromanagement. Ohne die Alleskönner im Bürobetrieb kommt kaum ein Unternehmen aus.

Neue Ausbildung seit 2015

Den Lehrberuf gibt es erst seit drei Jahren – als Nachfolger der altgedienten Berufe Bürokaufmann, Kaufmann für Bürokommunikation und Fachangestellter für Bürokommunikation. Etwa drei Viertel der Ausbilder erwarten einen mittleren Schulabschluss. „Schüler sollten auch gute Noten in Deutsch, Englisch und Mathe mitbringen, außerdem eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. Nach dem Abschluss stehen dann zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten offen, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Fachwirt für Büro- und Projektorganisation. Der klassische Bürojob hat somit ausgedient: Laufend weiterentwickelte Informations- und Kommunikationstechnologien, neue Arbeitsformen, umfangreichere Kompetenzfelder sowie die fortschreitende Globalisierung führen zu einem komplexen Jobprofil im Sekretariat. Kennzeichen für den Wandel ist auch die veränderte Berufsbezeichnung.

Umfassendes Tätigkeitsgebiet

Kaufleute für Büromanagement arbeiten an Powerpoint-Präsentationen, Excel-Tabellen, machen Reisekostenabrechnungen, recherchieren im Internet, managen zahlreiche Daten – immer wieder unterbrochen von E-Mails und Telefonaten mit den Abteilungen des Unternehmens, Kunden oder externen Partnern. „Flexibilität ist wichtig“, erklärt Petra Timm, „da in diesem Beruf oft schnell zwischen unterschiedlichen Tätigkeiten gewechselt werden muss“. Mit dem Abschluss bieten sich berufliche Chancen und sehr gute Verdienstaussichten in der Industrie, im privaten Dienstleistungssektor und in öffentlichen Betrieben. Kaufleute für Büromanagement gehören mit durchschnittlich 951 Euro zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. Aber Geld ist nicht alles, sagt Petra Timm: „Der Beruf sollte nicht nur nach der Ausbildungsvergütung ausgewählt werden“. Die Personalfachfrau empfiehlt: „Vorher über die eigenen Wünschen und Neigungen nachdenken und dann mit dem Anforderungsprofil abgleichen.“ Nur wer in seinem Wunschberuf tätig ist, arbeite auch besser. „Dann gewinnen am Ende beide Seiten: der Auszubildende und der Betrieb“.

Autor: Txn-p